Die Private Krankenversicherung PKV

Da die gesetzliche Krankenversicherung im Allgemeinen unter erheblichen Kostendruck steht, werden Beitragserhöhungen und Leistungskürzungen auch in Zukunft die Regel sein. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Arbeitnehmer für einen privaten Gesundheitsschutz. Allerdings sind die Angebote der rund 50 privaten Versicherungsunternehmen in Deutschland sehr vielfältig, da sie mehrere Tarife mit jeweils unterschiedlichen Leistungen bereitstellen und so das Vergleichen mehrerer privater Krankenversicherer erschweren. Dennoch können sich Zeit und Mühen für den Einzelnen lohnen. Zur privaten Krankenversicherung dürfen gesetzlich Versicherte wechseln, sobald sie die Versicherungspflichtgrenze bzw. die Jahresarbeitsentgeltgrenze in drei aufeinander folgenden Jahren überschritten haben. Zu beachten ist jedoch, dass diese Versicherungspflichtgrenze jährlich angepasst wird und im Jahr 2010 bei einem Brutto-Jahreseinkommen von 49.950 Euro liegt.

Das Leistungsspektrum der PKV reicht von ambulanten und stationären Behandlungen bis hin zu zahnärztlichen Untersuchungen, muss aber mindestens den Standard der GKV erfüllen. Die Leistungen werden im Einzelfall individuell festgelegt und vertraglich fixiert. Der Preis für den individuellen Gesundheitsschutz bemisst sich nach mehreren Faktoren, wie Eintrittsalter, Geschlecht, Vorerkrankungen und gegenwärtigen Gesundheitszustand. Nicht das Einkommen bestimmt also die Höhe der Versicherungsprämie, sondern vorrangig das gewählte Leistungsspektrum und der eigene Gesundheitszustand, der im Vorfeld durch ärztliche Tests genau erfasst wird. Außerdem können die Mitglieder einer PKV die Höhe ihres Versicherungsbeitrags durch Vereinbarung einer Selbstbeteiligung oder einer Beitragsrückerstattung beeinflussen. Aber die Entscheidung für oder gegen eine private Krankenversicherung hängt noch von vielen weiteren Kriterien ab, so dass sich eine umfangreiche Informationssuche lohnt.

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